Vita

Da mein (Berufs-) Leben keinen einheitlichen Block bildet, habe ich meine Bio dreifach geteilt:

Akademisches

Nach Abitur und Zivildienst begann ich 1990 das Studium der Musik- Theater- Film- und Fernsehwissenschaften an der Uni Bochum. Während das Institut für Film- und Fernsehwissenschaften sich selbst erst 2006 in "Medienwissenschaften" umbenannte, war mir selbst schnell klar, das diese mein Schwerpunkt sein würden. Ich besuchte entsprechend die Veranstaltungen von Friedrich A. Kittler, Hartmut Winkler und Peter M. Spangenberg. In den Theaterwissenschaften fand ich im Schwerpunkt "Performanz" einen ergänzenden Ansatz, Lehrer waren Ulrike Haß und Gabriele Klein. In meinem Hauptfach Musikwissenschaft konnte ich meinen interdisziplinären Ansatz bei Michael Walter, Monika Woitas und Christian Ahrens umsetzen, Letzterer betreute als Instrumentenkundler schließlich meine 2005 eingereichte Magisterarbeit.

Künstlerisches

Bereits zu meiner Schulzeit interessierten mich die praktisch-technischen Aspekte neuer Musiktechnologien, womit ich zum Zeitzeugen der technologischen Umwälzungen der Musikproduktion wurde. Schon vor dem Abitur arbeitete ich regelmäßig im Tonstudio und Livesound. Aus dieser praktischen Arbeit entstand langsam mein Interesse am Wechselspiel künstlerischer und gesellschaftlicher Entwicklungen mit diesen neuen Technologien.

Neben eigenen Hobby-Musikprojekten gab ich Schulungen im Umgang mit computerbasierten Produktionssystemen, produzierte Film- Theater- und Werbemusik und war für das Sounddesign multimedialer Projekte im Auftrag von Firmen wie Samsung verantwortlich. Bis heute führe ich Softwareschulungen im Musikbereich durch und produziere gelegentlich kleinere Musikprojekte.

IT

Als ich in den 1970er Jahren mit einem frühen programmierbaren Taschenrechner spielen konnte, wurden die Weichen für meinen späteren Umgang mit IT-Technologie gestellt. Spiele im engeren Sinne interessierten mich zwar kaum, viel mehr dagegen, intuitiv-spielerisch die Funktionsweise von Computern und Datennetzen zu verstehen. Während meines Studiums merkte ich bald, dass in einem expansiven Markt auch mein unsystematisch erworbenes Wissen gefragt war und dass ich mit ihm meinen Lebensunterhalt bestreiten konnte. Seit den 1990er Jahren arbeitete ich regelmäßig in IT-Jobs für Kunden wie die Karstadt und die Ruhrkohle AG. Im Jahr 2000 wagte ich den Schritt in die Selbständigkeit und spezialisierte mich bereits zu Zeiten des Internet-Hypes, in denen simple html-Kenntnisse als Qualifikation auszureichen schienen, auf dynamische Weblösungen auf LAMP-Basis (B2E, B2C) und überstand so die folgende Krise der Branche. Heute verstehe ich mich nicht mehr als Entwickler für einzelne Systeme oder Sprachen, hier sind in den letzten Jahren genügend Spezialisten ausgebildet worden. Die Kombination eines soliden medienwissenschaftlichen Backgrounds mit dem Überblick über heute relevante Techniken und Praxiserfahrung erlaubt es mir aber einerseits, langfristig tragfähige Konzepte zu entwickeln und andererseits, diese Mitarbeitern unterschiedlichster Bereiche zu vermitteln.